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10. Januar 2017

Seine Kunden zu kennen ist doppelt wichtig, wenn es Japaner sind - und doppelt so schwer

In der heutigen Zeit, in der Informationen bei LinkedIn oder anderen Online-Quellen leicht zugänglich sind, gibt es keine Entschuldigung dafür seine Kunden nicht zu kennen.

Dennoch wissen diejenigen, die in oder mit japanischen Unternehmen arbeiten, dass die Informationen

But as those who work in or with Japan owned companies know, there's not quite the depth of information in English on Japanese companies or individuals on such sites or even in the print media.

It's easier if you can speak and read Japanese, as there is an enormous amount of information on Japanese companies available - in Japanese. There are racks of books on individual companies in Japanese bookstores and all sorts of specialist and generalist business and financial newspapers and magazines. Japan has one of the highest readerships of newspapers and magazines in the world.

Good Japanese sales people not only know all the latest news about their customers, but they know plenty of personal details about their counterparts in those companies too. The party trick of a president of a Japanese engineering company I knew was to recite off by heart all the birthdays, universities and family details of his key clients. To him this was a critical part of the long-term business relationships he had built up with his clients – something his father, who founded the company – had also done.

Japanese blue chips are still so much a part of people’s daily lives as lifetime employers, providers of benefits such as accommodation and even spouses - as well as defining one’s status in society - that very few Japanese companies need to worry about what their levels of “brand awareness” are amongst the Japanese populace.

Outside Japan it is entirely different of course. All too often the name is familiar, but when asked exactly what the company provides, the average non-Japanese consumer hesitates. Many Japanese companies are aware that they have a name recognition problem overseas, but are not sure what to do about it and it is often not in their nature, or the nature of their executives to trumpet themselves loudly, especially not in English.

As a result, if you want to supply to a Japanese company inside or outside Japan, you need to understand that the Japanese company does not see the need to explain itself or does not know how to explain itself. It somehow expects you to know.

As Japanese companies have been through upheavals since the economic bubble burst in 1990 and the Asian banking crisis in 1997, some understanding of who merged with whom and where the power lies (again, second nature to most Japanese suppliers) needs to be grasped.

It would also be a mistake to imagine that all Japanese companies are alike in their overseas operations. If they expanded overseas by acquisition, they may behave just like a local customer, and the purchasing manager may well be non-Japanese. However, at some point, the Japanese corporate culture will kick in, and identifying those moments when the Japanese way of doing things has taken hold will be key to avoiding unnecessary frustration and misunderstanding.

For more on working with Japanese customers (internal and external) an edited collection of Pernille Rudlin's articles on the subject is now available in print format on Amazon.com.

Japan Intercultural Consulting's e-learning on working with Japanese companies is also available on Teachable.com 



26. Juni 2017

Die Top-30 japanischen Arbeitgeber in Deutschland - Auf Platz 3 Takata, die in Kürze chinesisch werden


Die Zahlungsunfähigkeit von Takata und die Akquisition ihrer Vermögensgegenstände und Betriebe durch das in den USA angesiedelte chinesische Unternehmen Key Safety Systems ist möglicherweise nicht der glücklichste Zeitpunkt, um die Top-30 japanischen Arbeitgeber in Deutschland anzukündigen. Hier befindet sich Takata auf Platz 3. Ihre Präsenz in Deutschland ist im Wesentlichen auf die Akquisition der Petri AG im Jahr 2000 zurückzuführen.

Ein weiteres Unternehmen, welches als chinesisch oder vielmehr taiwanesisch einzustufen ist, ist Sharp. Seit der Akquisition von Hon Hai / Foxconn hat sich Sharp in Europa radikal umstrukturiert. Zum einen gibt es die Sharp Devices Europe mit der Zentrale in München, zu denen auch die ehemaligen Sharp Laboratories gehören. Diese heißen heutzutage Design Centre und befinden sich in Oxford, UK.  Darüber hinaus gibt es die Sharp Business Systems Europe mit der Zentrale im Vereinigten Königreich sowie die Einheit Information Systems mit Visual Solutions in München und Energy Solutions in Hamburg. Die Sharp Telecommunications UK wurde geschlossen. Sharps Haushaltsgeräte-Marke steht nun unter Lizenz des türkischen Unternehmens Vestel. Im letzten Jahr gab es jedoch Gerüchte, dass Sharp sich unter Foxconn die Marke wieder zu eigen machen wollte.

Viele der anderen großen japanischen Unternehmen in Deutschland sind ebenfalls das Resultat von Akquisitionen. Unter anderem akquirierte Musashi Seimitsu Johann Hay im Jahr 2006, Lixil akquirierte Grohe/Josef Garter in den Jahren 2011-2013 und Panasonic akquirierte Vossloh im Jahr 2000.

Im Vergleich mit den UK Top-30 gibt es einige Ähnlichkeiten, wie Fujitsu an der Spitze oder Sony, Ricoh, Canon, JTI und Hitachi, die sich ebenfalls alle auf beiden Listen wiederfinden. Diese Liste wird bestimmt in Zukunft überarbeitet, wenn wir mehr Unternehmen identifizieren. Was jedoch auffällig ist, ist dass die Zahl der Arbeitnehmer in den großen Unternehmen in Deutschland verhältnismäßig geringer ist als im Vereinigten Königreich. Mögliche Ursachen hierfür sind die Automobilproduktionen von Honda, Nissan und Toyota und die mit ihnen verbundenen Lieferanten im Vereinigten Königreich. Darüber hinaus haben große Handelsunternehmen, wie Itochu, Sumitomo Corporation und die Mitsubishi Corporation im Vereinigten Königreich größere Unternehmen akquiriert, als sie es in Deutschland getan haben.


RangUnternehmen Mitarbeiter  (DE) 2016
1Fujitsu5.000
2Sharp4.226
3Takata3.311
4Lixil3.200
5Musashi Seimitsu3.140
6Panasonic2.935
7Olympus2.573
8NSG Pilkington2.500
9Konica Minolta2.399
10NTT Data2.300
11Canon1.842
12Ricoh1.804
13Daiichi Sankyo1.705
14JT International1.699
15Nidec1.394
16Sumitomo Heavy Industries1.386
17Sony1.372
18Mitsubishi Hitachi Power Systems1.352
19Toshiba1.287
20Yaskawa1.281
21Takeda1.262
22Astellas1.037
23Toyoda Gosei1.034
24ARRK955
25Nintendo900
26Nissan835
27Renesas831
28Toyota Industries830
29Hosokawa Micron760
30Hitachi742
 Gesamt55.892


Für eine PDF-Version der Darstellung der Top-30 japanischen Arbeitgeber in Europa, im Mittleren Osten und Afrika (inklusive der Entwicklung weltweiter Mitarbeiterzahlen, Mitarbeiterzahlen in Japan und Mitarbeiterzahlen in EMEA) sowie der Top-30 japanischen Arbeitgeber in Deutschland und dem Vereinigten Königreich (inklusive der Entwicklung der totalen Mitarbeiterzahlen, des Standortes der Zentrale, abgedeckte Regionen, Prozentzahlen in UK, Europa und weltweit) wenden Sie sich an Pernille Rudlin.



4. April 2017

Verbeugen vs. Händeschütteln


 "Wenn ich bei den vielen shinnenkai (Neujahrsempfang) zu Beginn eines jeden Jahres bin, muss ich mich erst etwas anstrengen, um mich zu erinnern, wie ich mich anständig verbeugen soll während ich mit Wein und Canapés jongliere und den Neujahrsgruß akemashite omedetou ("Frohes Neues Jahr") mit meinen japanischen Geschäftskontakten austausche."

In Ihrem Artikel über die Tradition des Verbeugen in Japan referiert Pernille Rudlin über die tiefe Verwurzelung der Verbeugung in der japanischen Psyche und die Herausforderungen, die für nicht-Japaner mit dieser Geste verbunden sind und stellt heraus, dass es auch für Japaner nicht immer einfach ist, hierbei alles richtig zu machen.


Der Artikel von Pernille Rudlin ist ursprünglich im Nikkei Weekly erschienen. Dieser und andere Artikel sind als e-book "Omoiyari: 6 Steps to Getting it Right with Japanese Customers" in englischer Sprache erschienen.
Hier den ganzen Artikel auf Englisch lesen...




27. Dezember 2016
von Pernille Rudlin

Die Liebe der Europäer zur Auseinandersetzung

Ich habe letztens in meinen Tagebüchern aus der Zeit, als ich mit 11 Jahren in Japan gelebt habe, gelesen und war amüsiert über die Tatsache, dass ich fest entschlossen war, eine Politikerin zu werden. Einige der Personen, die ich an meiner Universität gekannt habe, sind Politiker geworden, sodass ich denke, diese Idee wäre kein unerreichbarer Traum gewesen.

Und dann fragte ich mich, warum ich nicht versucht habe, diese Idee zu realisieren. Ich glaube, es liegt daran, dass ich nicht wirklich ein großer Fan von Auseinandersetzungen bin und sie zu persönlich nehme. Das könnte in meiner Kindheit in Japan begründet liegen: Im Vergleich zu den Schulen im Vereinigten Königreich bieten japanische Schulen ihren Schülern nicht so viele Gelegenheiten für Auseinandersetzungen und Debatten. Dennoch habe ich meine Teenager-Zeit an britischen Schulen verbracht und dort gab es, wie an so vielen Schulen in UK und Europa, mannigfaltige Möglichkeiten um gut in der Argumentation zu werden, wie zum Beispiel Debattier-Clubs oder öffentliche Redewettbewerbe.
Hier den ganzen Artikel auf Englisch lesen...




11. Dezember 2016von Pernille Rudlin 

 Nidec's Nagamori'ismus bringt Profite und Produktivität in deutsche Akquisitionen
 
Nidec hat im Jahr 2014 den Thüringer Pumpenhersteller Geräte und Pumpenbau akquiriert. Als Folge waren die ungefähr 1000 Mitarbeiter besorgt um die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze, so das Nikkei Business Magazine.
Nagamori stattete kurz nach der Akquisition seinen Besuch ab und sagte: "Ihr macht ein ausgezeichnetes Produkt. Dieses können wir nicht nur in Europa verkaufen, sondern auch in den USA und Asien." Das Ganze komplett auf Japanisch und ohne Dolmetscher: "Lasst uns GPM noch größer machen."
Michael Grellmann, COO von GPM, sagt, dass sie seit ihrem Eintritt in die Nidec Group dank gründlichem "Prozess Management" Kosten einsparen und die Rentabilität verdoppeln konnten. Nidec startete 2010 mit der Akquisition von Unternehmen, hauptsächlich in Nordamerika und Europa. Sie haben bis jetzt 49 Akquisitionen getätigt, davon 24 in Übersee.
Hier den ganzen Artikel auf Englisch lesen...





10. Dezember 2016von Pernille Rudlin
Wie Nidec Überstunden durch verbesserte Kommunikation reduzierte
 

Der Hersteller elektronischer Motoren Nidec war berühmt für seine hart arbeitenden Angestellten, die sich nicht darum scherten, wie viele Stunden sie arbeiten. Der Gründer, Shigenobu Nagamori, sagte selbst: "Ich nehme nur am Neujahrstag Urlaub."
Nun findet, laut dem Nikkei Business Magazine, eine Revolution bei Nidec statt, sodass pünktlicher Feierabend zur Norm wird. Nidec startete letztes Jahr ein Projekt für den Verbesserten Einsatz von weiblichen Mitarbeiterinnen. Die Überstundenzahl in Nidec's Zentrale betrug im Monat durchschnittlich 30 Stunden. Der erste Schritt war, die Manager im oberen Management dazu zu bringen, pünktlich Feierabend zu machen. Dieses verringerte die Überstunden umgehend um 30%.
Hier den ganzen Artikel auf Englisch lesen...